1. Weniger, weniger
Die Idee hinter minimalistischen Verpackungen ist einfach: Im Einzelhandel, wo alles im Regal um Aufmerksamkeit buhlt und gerade die unaufdringliche Verpackung am meisten ins Auge sticht, bietet minimalistisches Design weitere Vorteile.
Steve Lamoreaux, Gründer und CEO von Designanalytics, erklärte, das Unternehmen konzentriere sich auf die Erforschung von Leistungsdaten im Verpackungsdesign. Er ist überzeugt, dass Minimalismus enormes Potenzial für die Kommunikation birgt, da die Kommunikationsleistung in fast 90 Prozent der Fälle mit der Verkaufsleistung korreliert. Dies geht aus einer Analyse der neu gestalteten Datenbank von Designanalytics hervor. Doch es gibt auch positive Aspekte: Lamoreaux nennt Beispiele von Marken wie Dark Horse und Sam Adams, die mit strategischen Designreduktionen beachtliche Erfolge erzielt haben.
„Minimalismus“, fügte er hinzu, „ist der effektivste und intuitivste Weg, Ablenkungen zu reduzieren und den Konsumenten zu ermöglichen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.“
2. Bündelung
Amazon bietet Marken eine hervorragende Möglichkeit, Produktpakete zu verkaufen und so ihren Umsatz zu steigern. Jeder, der auf der Plattform einkauft, kennt den Spruch „Kaufe oft zusammen“, und die Algorithmen stellen automatisch passende Pakete zusammen. Ein aktueller Fachartikel zum Thema Vertrieb hebt hervor: „Produktpakete müssen aus sich optimal ergänzenden Artikeln bestehen. Wenn eine Marke ein einzigartiges Paket anbietet, profitieren sowohl die Marke als auch der Kunde. Produktpakete sind eine sehr gute Möglichkeit, mehrere günstigere Artikel zu kombinieren und damit Gewinn zu erzielen.“
Für Designer ist es entscheidend, sicherzustellen, dass sich das Produkt des Kunden für die Bündelung eignet. Anders ausgedrückt: Es sollte so aussehen, als sei es aus einem Guss zusammengesetzt. Ein tiefes Verständnis der E-Commerce-Welt ist für den Erfolg unerlässlich.
3. Erweiterung der Luxusmarke
Alle reden von der Erweiterung ihrer Produktlinien, was besonders für Traditionsmarken wichtig ist. Nehmen wir zum Beispiel den Famous Amos Schokoladenkekse, den Kellogg 1996 aus der Insolvenzmasse erwarb, der aber lange Zeit als Einzelartikel in Convenience-Stores galt.
Die Marke hat kürzlich einen interessanten Ansatz gewählt, um ihre Positionierung durch Premiumisierung aufzufrischen. Ziel ist es, das Markenimage zu stärken, die Verbindung zu den Konsumenten zu intensivieren und neue Kunden zu gewinnen. Der neue Eigentümer Ferrero hat Famous Amos mit der Einführung von drei Sorten wiederbelebt, die allesamt mit hochwertigen Zutaten wie Kokosnuss, Haselnuss und weißer Schokolade hergestellt werden. Gleichzeitig sucht das Unternehmen nach weiteren Marken, die in naher Zukunft ebenfalls auf Premium-Qualität setzen sollen.
Nur zur Erinnerung: Wenn Ihre Marke zu viele Erweiterungen hat, geraten diese im Regal leicht durcheinander und verlieren ihre Differenzierung. Achten Sie darauf, dass jede Erweiterung so einzigartig ist, dass sie den Konsumenten das neue Erlebnis vermittelt.
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